Weinreise Pfingsten 2018

Weinreise Pfingsten 2018:
Dauer: 8 Tage / Besuchte Weingüter: 28

Hier stapfen wir gerade in den Weinberg der Kellerei Sommerach in Franken,- ein Topbetrieb der Region!

Wein wird in Deutschland nur in einem kleinen Teil -im Südwesten- angebaut. Es ist also möglich, innerhalb von 8 Tagen 28 Weingüter anzuschauen, und am Ende einen ziemlich profunden Überblick darüber zu haben, was aktuell so los ist im deutschen Weinanbau.

Genau das haben wir wieder mal gemacht,- in einer Gruppe von knapp 30 Weinhändlern.




Bild: Barrique-Fässer im Staatsweingut Weinsberg

Ortswechsel:
Hier, auf dem Staatsweingut Weinsberg in Baden-Würtemberg, wird nicht nur Wein angebaut, sondern auch Brände wie Mirabelle & Co aus dem Obst eigener Plantagen hergestellt. Die Destillerie, die ich hier fotografiert habe, ist ein absolutes HiTech-Produkt und kostet mehr als 200.000 EUR. 400 Liter Obstler und Likör können darin hergestellt werden.


Bild: Destillerie
Staatsweingut Weinsberg

Es ist eigentlich so mein Ding, aber hier wird ein sensationeller Erdbeerlikör hergestellt: Frucht total,- ohne übertriebene Süße! Wir werden diesen Likör im Herbst ins Programm nehmen. Bin gespannt, wie die Kundschaft reagiert…. So ein Erdbeerlikör im Weinladen bleibt ja ein Exot,- wie gut auch er schmecken mag. Aber wir kennen ja unsere Kunden. Ein paar sind mir schon eingefallen, die ich mal ansprechen werde…


Bild: Winzer Sommerach - Die Genossenschaft


Nebenbei: So ein Barrique-Eichenfass kostet 750 EUR,- und zwar ein leeres.

Dem Gut Weinsberg ist auch eine Akademie angeschlossen, die Önologen (Weinkundler) ausbildet. Wer hier die Ausbildung schafft, ist hinterher weltweit gefragt. Im Herbst werden wir vom Gut Weinsberg auch einen Rotwein ins Programm nehmen.



Foto: Vollernter auf dem Weingut Chumderhof


Pfingsten wird nicht geerntet,- deshalb steht dieser Vollernter noch in der Garage. Ein Vollernter ist sowas wie ein Mähdrescher für das Getreide: Also eine Maschine, die in mehreren Arbeitsschritten zugleich arbeitet: Die Blätter der Rebe werden vom Stock getrennt und landen auf dem Boden, wo sie als natürlicher Dünger liegen bleiben. Die Trauben landen in einem Auffangbecken und werden in einen parallel fahrenden Hänger umgeladen und zum Weingut gebracht. Erntehelfer, und zwar ausgebildete, sind schwer zu kriegen, erfuhren wir. Die Digitalisierung und neueste Technik bieten sich auch hier als Alternative zur „Handarbeit“ an. Aber billig ist sie nicht: So ein Vollernter kostet neu ca. 500.000 EUR.


Foto: Schiefer im Weinberg


Noch einmal Ortswechsel:
Hier sind wir im Weinberg vom Winzer Jakob Schneider in der Region Nahe. Schneider ist „Aufsteiger des Jahres 2017“ Schiefer-Bruchstein am Boden speichert Wärme und gibt dem Wein einen mineralischen Charakter. So eine Bodenbeschaffenheit nennt man „Terrroir“.
Das Boden-und Mikroklima bei schwerem Lehm-Löss-Boden ist zum Beispiel ein ganz anderes: Hier entsteht dann eher ein fruchtiger Charakter beim Wein.

Hier, bei Jakob Schneider, git es viel Handarbeit: Die Triebe werden sanft gebogen und dann geheftet, damit sie nicht so sehr nach oben schießen. Im Berg werden dann Lockfallen gesetzt, die über eigene Duftaromen den Schädlingen ihre Orientierung nehmen und sie von den Reben fernhalten. Viel Arbeit also für einen guten Tropfen ...

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